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... hinunter in Australiens Süden in Angriff zu nehmen. Um uns herum herrscht Riesenstimmung. Halb Darwin ist auf den Beinen, um beim Start des Jahrhundertereignisses, des bisher längsten und verrücktesten Solarmobilrennens, dabeizusein. Und ich stecke mitten im Getümmel. Zwar nicht in einem sonnengepowerten Vehikel, das wie ein Riesenkäfer, eine Riesenzecke, eine Riesenkröte oder eine Riesenmücke aussieht, sondern in einem hundsgewöhnlichen Ford-Falcon-Mietwagen, der von einem völlig normalen Verbrennungsmotor angetrieben wird. Aber immerhin: Ich bin dabei. Hautnah, als einer der wenigen Berichterstatter, die das Rennen von A bis Z verfolgen werden. Ein Rennen auf der verrücktesten Strasse der Welt, wo die längsten und grössten Lastwagen der Erde die Fahrbahn überquerende Känguruhs und Kühe wie Strohhalme niedermähen. Wo bei 50 Grad Celsius die Luft flimmert. Wo Sandstürme und Tropengewitter wüten. Wo Schlangen, Skorpione und - wer weiss - auch Krokodile lauern. Wo man Hunderte von Kilometern keinen Menschen, kein Gebäude sieht. Stuart Highway! Eine halbe Stunde später. Ich schimpfe wie ein Fuhrknecht, denn natürlich war es gar keine gute Idee, unmittelbar hinter dem langsamsten Solarmobil auf die Piste zu gehen. Nun schleiche ich mit Tempo 10 in einem nicht enden wollenden Menschenspalier hinter dem letzten Solar-Mohikaner her, derweil vorne wohl ...