Wichtig: Der Text wurde automatisch aus dem PDF extrahiert, weshalb Schreibfehler durchaus vorkommen können.
... befinden wir uns in der Derelict-Phase. Bei uns in Amerika heißt das, dass man ein Auto besitzt – im Idealfall gebaut zwischen 1934 und 1953 –, das von außen genauso belassen wird, wie es ist: rostiges Dach, zerrissene Sitzpolster, verkratztes Glas, was auch immer. Aber unten drunter versteckt man dann moderne Sachen wie beispielsweise ein Art-Morrison-Chassis, Brembo-Scheibenbremsen, eine moderne Aufhängung oder eine ordentliche Auspuffanlage. Initiiert hat diesen Trend Jonathan Ward. Mit einigen seiner Autos hat er mich schon besucht. Das erste war ein 1952er Chrysler Town & Country mit modernen Scheibenbremsen, einer DeSoto-Vorderachse und einem 6,1-Liter-Motor mit 425 PS und hemisphärischen Brennräumen und mit entsprechendem Getriebe. Jonathan fängt in der Regel mit einem kompletten Wrack an. Ich war gerade mit seiner letzten Kreation unterwegs – einem Buick Super Convertible von 1948, dessen Antriebsstrang von einer Corvette ZR1 stammt. Dieses Auto hat um die 640 PS und ist so schnell wie der neue Dodge Hellcat. Das ist einfach wahnsinnig. Du bist auf einer kurvigen Straße unterwegs, vor dir ein 911er und du jagst ihn mit deinem 1948er Buick. Ich konnte die Fragezeichen in den Augen des Fahrers im Rückspiegel sehen: »Was ist denn hier los? Auf welchem Planeten bin ich denn jetzt gelandet?« Vielleicht hätte sich der Porsche-Fahrer ...