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... zur einstigen Londoner Earls-Court-Blüte zurückfindet, ist mehr als fraglich. Dazu bedarf es nämlich weit mehr als nur die gelungene Wahl des bestgeeigneten Zeitpunktes. Zugkräftige Automodelle zum richtigen Zeitpunkt und erst noch in genügender Zahl, so heisst die Losung. Und gerade diesbezüglich ist auf dem Inselreich in den vergangenen zwanzig bis dreissig Jahren schwer gesündigt worden. Allzu lange Hessen sich die Briten die Autos abkaufen, stets nahmen sie auch die Modellerneuerung zu zö- gerlich an die Hand. An ingeniösen, ja sogar revolutionä- ren Entwicklungen wie etwa Quermotor-Frontantriebskonzept (Mini), Allradantrieb (Ferguson), Gasturbine (Rover) und Vierventilmotor (Ford, Triumph) fehlte es nicht, doch mit der Serienfertigung und der Vermarktung haperte es allzuoft. Und die aufmüpfigen, mitunter nicht nur streikfreudigen, sondern geradezu -wütigen Gewerkschaften sorgten für Ungemach über Gebühr, dem das lange Zeit mit Blaublütern durchsetzte Management nicht gewachsen war. Berühmte Namen wie Alvis, Armstrong Siddeley, Frazer Nash, Humber, Morris, Riley, Standard, Wolseley, um nur einige zu nennen, verschwanden von der Bildflä- che, andere prominente Hersteller wie Jaguar, Lotus, Rover, AC und Aston Martin wurden von international operierenden Grosskonzernen aufgekauft. Übrig blieben einige Kleinhersteller, die sich im ...