Wichtig: Der Text wurde automatisch aus dem PDF extrahiert, weshalb Schreibfehler durchaus vorkommen können.
... hätten wir uns lange vor dem Kurvenausgang um 180 Grad gedreht. Wahrscheinlich in der Weise, dass wir auf dem Kopf gelandet wären. Und das war bemerkenswert. Viel bemerkenswerter, als man es sich vorstellen kann. Der normale E30, von 1982 bis 1991 gebaut, war wirklich ein gutes Auto, in vielerlei Hinsicht. Doch Modelle mit leistungsstarkem Motor tendierten zum plötzlichen Übersteuern, wenn man sie etwas draufgängerisch herannahm. Dafür machten einige Experten die Radsturzveränderungen an der Schräglenkerhinterachse verantwortlich, aber auch anfängliches Untersteuern und die träge Lenkung trugen ihren Teil dazu bei. Um das Untersteuern in den Griff zu be kom men, konnte man vom Gas gehen, oder, wenn man etwas mutiger war, mit mehr Gas mehr Abtrieb erzeugen und damit den kritischen Punkt überwinden – wobei man dann allerdings Mühe mit dem Heck hatte. Allerdings nicht beim M3. Der hatte nämlich eine sehr direkte, reaktionsfreudige Lenkung, eine ordentlich gebaute Frontpartie, eine herrlich lange Phase neutralen Fahrverhaltens – die Kurvenkräfte wurden gleichmäßig auf Vorderund Hinterachse verteilt – und schließlich einen absolut vorhersehbaren Übergang in ein Übersteuern, das leicht zu kontrollieren war. Ein gutmütigeres Auto konnte man kaum finden. Aber wie konnte das sein? Wie konnte sich der M3 – obwohl mit gleicher Hinterradaufhängung ...