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... in den ma rokkanischen Straßenverkehr: „Keine Angst, Allah ist groß, Allah ist mächtig, und Allah re gelt auch den Verkehr.“ Die Sous-Ebene um Agadir wird von einer langgezogenen Asphaltstrecke durchzogen, die nach 60 Kilometern zu den Ausläufern des Anti-Atlas hin aufsteigt. Abdellah legt seine rote Fes-Kappe ab, scheint die Anstrengung des Diesels zu tei len, der sich die steilen Kurven hinaufquält. Die Sous-Ebene gleicht jetzt einem fahlen Leo pardenfell, gesprenkelt von den Schatten knorriger Arganienbäume. Dazwischen stei gen kerzengerade Rauchsäulen aus weißgekalkten Lehmhütten in den wolkenlosen Himmel. Der Fahrtwind ist staub trocken, das Thermometer zeigt 33 Grad. Die Mandarinen kullern schon lange nicht mehr auf der Hutablage. In der muf figen Pinte von Ait Baha wird kochendheißer Minztee ge reicht, aus dem Radio schep pert arabisches Pop-Gejaule. Kakteen mit scheibenförmi gen Gliedern und roten Früch ten säumen die Schotterstraße. Die pflaumengroßen Früchte sind süß, saftig und schmack haft, plagen den Durstigen je doch mit ihren versteckten klei nen Stacheln. Monochrome Bilder ziehen am Limousinenfenster vorbei: Land, Vegetation, Tiere, Men schen - alles ist braun, sandoder lehmfarben. Nur da, wo Wasser aus einem Felsspalt sikkert, sind die Pflanzen grün belaubt. Berberfrauen treffen sich beim Wasserholen und ...