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... ist eine ganz schlechte hinzugekommen. Der Soziologe und Verkehrsforscher Andreas Knie hat sich auf einer Konferenz der Heinrich Böll Stiftung für ein »Verbot des Eigentums an Autos« eingesetzt. Abgesehen von dem Verlust an Arbeitsplätzen bei Herstellern und Zulieferern würde mich interessieren, wie er sich das vorstellt. Klar, Car-Sharing funktioniert gut in Ballungsräumen. Dort, wo es jede Menge an Bussen und Bahnen gibt. Es funktioniert gut bei jungen Nutzern, die sich damit einer Eigentümerverantwortung entziehen. Bis jetzt verdient noch keine Firma damit Geld. Interessantes Konzept, wo führt das wohl hin? Wie stellt sich Herr Knie die Situation denn in den weniger dicht besiedelten Räumen vor? Dort, wo Frau M. wohnt. In einem kleinen Dorf in Bayern. In diesem gibt es keine Lä- den, der nächste Edeka ist 13 km entfernt. Es gibt zwar eine, ja sogar zwei Bushaltestellen, aber diese sind zu weit entfernt, um als 80-Jährige schwere Taschen nach Hause zu schleppen. Ein Taxi kann sie sich von ihrer mageren Rente nicht leisten. Ein netter Nachbar fährt sie alle zwei Wochen ins nächste größere Städtchen. Dort kauft sie ein und erlebt etwas. Fühlt sich lebendig. Wird dann müde, aber angeregt samt schweren Tüten wieder vor der Haustüre abgesetzt. Wie ist das mit den Jüngeren auf dem Land, in den Randzonen der Städte? E-Autos? Car-Sharing? Mit dem Bus in die ...