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... beim Miura, denn sie zwang uns, viele Komponenten neu zu konzipieren. Damals war Erfahrung alles, denn es gab kaum Kalkulationshilfen. Wir waren aber alle sehr jung und mussten nun herausfinden, wie wir die Verteiler, die Ölund die Wasserpumpe und das Getriebe neu gestalten. Wir begannen mit einer Lamellenkupplung aus unserer Traktorabteilung und befestigten sie direkt am Getriebe, aber die war zu laut und zu empfindlich und für den täglichen Straßengebrauch nicht wirklich einsetzbar. Eine weitere Lösung war ein gemeinsames Ölreservoir für Motor und Getriebe, was gut war und anfangs keine Probleme bereitete. Sehr gut kann ich mich daran erinnern, wie es war, als ich die Karosseriegestaltung zum ersten Mal gesehen habe. Als wir das Fahrwerk auf dem Turiner Autosalon 1965 präsentierten, sagte Bertone zu Lamborghini, er würde »gerne das schönste Stück der Show einkleiden«. So entstand die Partnerschaft. Im Winter sahen wir uns die ersten Zeichnungen Gandinis an: Frontund Heckansichten und eine Schwarz-Weiß-Skizze des Innenraums. Die Ge staltung war einfach perfekt. Der Miura war bellissima. Er hat Lamborghini den Stempel aufgedrückt, den wir bis heute schätzen. Bis dahin waren wir immer einen Schritt hinter Ferrari gewesen, doch nach dem Miura wurde Ferruccio Lamborghini als Automobilhersteller akzeptiert, sogar von seinen ...