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... Werbeaussage wurde die Vernunft der Kunden, die sonst Mercedes, BMW und Jaguar kauften, gänzlich falsch eingeschätzt. Auf dem Genfer Salon 1969 erblickte die Fiat 130 Berlina das Licht der Öffentlichkeit und die Präsentation der ersten Generation war sachlich, vernünftig, innovativ und kein bisschen so emotional, wie es dem Fiat Konzern in den 60er-Jahren über viele andere Baureihen so gut gelungen war. Das italienische Momentum am Fiat 130 sah klar nach der Fiat Familie aus, aber das was da zu sehen war, war nicht Bella Figura. Das war eher die erfolgreiche Mittelklasse Fiat 124/125 auf Steroiden. Das eigentlich klassische Fiat Design sah in der mit dem Fiat 130 angepeilten Oberklasse nicht nach Überholprestige, sondern plötzlich ziemlich alt und nach den ausgehenden 60er-Jahren aus. So wurde das erste Mal die Vernunft der Kunden überschätzt. Bald danach kamen die ersten Autos in die Redaktionen der Automobilmagazine zum großen Vergleichstest der oberen Mittelklasse und waren vernünftig motorisiert mit 2, 8 Litern Hubraum und 140 PS im Vergleich zu den Wettbewerbern von BMW, Mercedes Benz, Opel und Jaguar. Aber es reichte nicht, vernünftig motorisiert zu sein. Zwar gewann der Fiat 130 in fast allen wichtigen Eigenschaftswertungen (Platz, Fahrkomfort, Sicherheit, Ausstattung, Preis) oder landete auf den ersten Plätzen und somit insgesamt auf dem ...