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... York oder Chikago schlafen zu können. Der Fremde fühlt sich in den dünnwandigen, hohen Betonhäusern, die von den Erschütterungen der Untergrundbahn vibrieren, ausserstande, auch nur zwei und zwei zu addieren. Draussen rumpeln die Busse, rasseln die Züge über eiserne Viadukte, kreischen die Trams in rationell engen Kurven. Das Hupen der Autos wirkt in solchem Getöse fast löblich sordiniert. (Es ist ein Missverständnis, die Yankees wegen ihres sparsamen Hupens zu loben: sie schränken es ein, weil es im Lärm ihrer Qrossstädte doch kaum vernehmbar ist.) Die City-Strassen amerikanischer Qrossstädte sind zumeist schmal, und der auf ihrer Sohle erzeugte Lärm steigert sich an den Betonmauern der Hochhäuser wie an Resonanzböden. Im Morrison-Hotel in Chikago, das an der lärmendsten Strassenkreuzung der Welt liegt, konnte der Verfasser nicht einmal in der zweiunddreissigsten Etage Schlaf finden. Trotz Wachspfropfen in den Ohren und einem Kissen überm Kopf. Es war wie dem Verdammten in Dantes Inferno, der an eine Glocke geschmiedet ist und ihre Schläge durch seinen Leib dröhnen fühlt. Ins Leitmotiv des Strassenlärms sausten die Hotelaufzüge und krachten die Türen (die schmetternd zuzuschlagen den Yankees als Ausdruck froher Laune gilt). Zum Glück war damals noch nicht jedes Hotelzimmer mit Radio-Empfang ausgerüstet — sonst wäre es dem Verfasser vielleicht nicht ...