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... dann wird es wieder still. Nun aber steht links, zwischen kleinan Gehöften, ein funkelndes Feuer, grellrot und drohend. Ein schweres Geschütz kracht, und fauchend pfeifend gurgelt die Granate über mich hinweg. Eine Weile, und ich höre trotz des Motors den dumpfen, krachenden Einschlag. Wieviel Menschen hat sie das Leben wieder besiegelt? Westende-Bad! Die Straße biegt rechts ab und ich fahre an Trümmerhaufen vorüber, ehe ich die Überreste dieses einstigen Kurortes vor Augen habe. Leichenfahl erscheint er jetzt. Kein Mensch, kein Tier, außer einigen Sperlingen ist hier zurückgeblieben. Von ein paar Wachen abgesehen, haust hier kein Soldat. Die letzten Einwohner haben den Ort schon vor über einem Jahre verlassen, denn er liegt ständig unter schwerem Feuer. Die kleine Kapelle ist ein Trümmerhaufen, ganze Häuser sind in die Luft geflogen, das fünfstöckige Westend-Hotel, einst von englischen Millionären und internationalen Reichen bewohnt, ein ruinierter Abglanz früherer Pracht und der weite zementierte Tennisplatz ein von Granaten durchlöchertes Sieb. Granateneinschläge überall. Erst schössen wir hinein, dann übernahmen es der Engländer und Franzose. Hunderte, Tausende von Geschossen fielen so auf Westende-Bad. Die Uhr aber steht noch unversehrt auf dem Tennisplatz wie im Frieden. Niemand braucht sie. Ich lenke mein Rad in eine schmale ...