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... Colombo 1945 nicht nur den Motor des ersten Zwölfzylinder-Ferrari, sondern das ganze Auto, welches dann von Ende 1945 bis anfangs 1947 in Maranello unter der Leitung von Giuseppe Busso entstanden ist, denn Colombo war mittlerweile wieder in den Dienst seiner angestammten Marke Alfa Romeo getreten, deren Tipo 158 er 1946 mit einem Zweistufengebläse versah, wobei dann Nino Farina im Juli 1946, anlässlich des Grossen Preises der Nationen in Genf, den ersten Erfolg des Alfetta «Bistadio» herausfuhr. Zu Beginn der fünfziger Jahre entwarf Colombo einen weiteren Erfolgsmotor, nämlich die sechszylindrige Formel-1-Maschine von Maserati, welche dann unter Ing. Giulio Alfieri weiterentwickelt und schliesslich im 250 F von Juan Manuel Fangio 1957 zur Weltmeisterehre gebracht wurde. Mittlerweile (ab 1953) war Colombo, der Alfa Romeo 1952 endgültig verlassen hatte, auch für Bugatti in Molsheim tätig gewesen: im Elsass entwarf der aus Legnano bei Mailand stammende Ingenieur jenen Grand-Prix-Wagen mit quergestelltem Achtzylinder-Mittelmotor, welcher nur beim Grand Prix des ACF 1956 in Reims auftauchte und dann wieder verschwand, denn Bugattis Mittel reichten nicht aus, um das Projekt zur Reife zu führen. Nach der Bugatti-Penode war Gioachino Colombo während vielen Jahren für MV tätig. Hier konstruierte er die verschiedenartigsten Motoren. Oft blieben die ...