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... «alte Rechte », die man als « autofeindlich » und « autogefährlich » bezeichnen muss. Im obern Prättigau hat man z. B. noch die urgrossväterliche Einrichtung des « hirtenlosen Weidegangs» für das Schmalvieh. Das Vieh treibt sich vom April bis tief in den Mai hinein ohne Aufsicht und ohne Hirten nicht bloss auf den Wiesen und leider auch in den Gärten, sondern auch auf der Strasse und den Geleiseanlagen der Bahn umher. Diese idyllischen Zustände werden verschwinden müssen, will man dem Auto die Wege ebnen.» Auch diese Stimmen sollten gehört werden; sie wollen der zur Beratung stehenden Frage nicht schaden, sondern durch eingehende Hinweise zur Klärung beitragen. Damit auch die Schattenseite zu diesen lichtvollen Ausblicken nicht fehlt, sei nun eine «automobilfeindliche » Stimmungsmache aus dem Urnerland noch erwähnt. Zweihundert Stimmfähige aus der Interessensphäre der Klausenstrasse (Schächental) stellen zuhanden der am 7. Mai stattfindenden Urner Landsgemeinde ein Initiativbegehren, wonach über eine gänzliche oder beschränkte Oeffnung sämtlicher oder einzelner bis Neujahr 1916 für den Verkehr mit Motorfahrzeugen gesperrten kantonalen Strassenstrecken die Landsgemeinde im Sinne eines obligatorischen Referendums zu entscheiden haben soll, den Aerzten und Tierärzten dagegen für notwendige berufliche Dienstfahrten sämtliche kantonalen ...