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... hinein, aber nicht mehr richtig hinausfliessen konnte. Das dürfte Anfang der Siebzigerjahre in Brasilien nicht allzu viele Käufer gestört haben. Auch in Kuwait nicht, in der ersten Heimat von Chassis Nr. BL 006 357, wo es im Sommer überhaupt nicht regnet und im Winter nur ein paar Millimeter. Aber am Ende landete Bählers SP-2 ja eben in der Schweiz, wo die harschere Witterung dem Blechkleid des Brasilianers zusetzte. Wie Bähler die Rostund Ersatzteilprobleme löste, lesen Sie im Kasten auf Seite 107. Das Ende So aufregend der VW SP-2 auch ausgesehen haben mag, so schwach war er leider auf der Brust. Er mobilisierte aus seinem Boxermotor gerade mal 65 DIN-PS. Das war auch für brasilianische Verhältnisse nicht viel – vor allem, wenn man das viel versprechende Äussere des Wagens bedenkt. Er leistete genau gleich viel wie der unglaublich bieder aussehende Ford Corcel, das weit verbreitete Einsteigermodell des brasilianischen Konkurrenten. Der sportliche Ford Corcel GT hatte sogar 10 PS mehr – bei gleichem Fahrzeuggewicht. Den Trumpf ausspielen konnte der SP-2 dank seiner windschnittigen Carrosserie allenfalls bei der Höchstgeschwindigkeit: Mit 161 km/h fuhr er den meisten gleichwertig motorisierten Mitstreitern um die Ohren. Aber eben: Gegen Vollblutsportwagen aus Europa oder den USA hatte der Sp-2 keine Chance. Dies wussten auch die Konstrukteure bei VW ...