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... Aus der «Automobil Revue» vor 15 Jahren Technischer Bericht, veröffentlicht in der «AR» Nr. 37 vom 26. August 1971 *S*—Ä VonJacques Ickx Irgendwo der erste zu sein gehört zu den verbreitetsten Äusserungen des in jedem Menschen schlummernden Triebes nach Selbstbetätigung. Des halb ist es immer dornenvoll, die «wahre» historische Wahrheit unter den vielen dargebotenen Wahrheiten zu entdecken. Die «Erfindung» des stromlinienförmi genAutomobilsbildet dafür ein beson ders typisches Beispiel. Es sollte doch, so könnte man meinen, nicht beson ders schwierig sein, das erste aerody namische Auto zu bezeichnen, denn die Formen sprechen ja für sich. Und doch ist es alles andere als leicht, diese Palme zu verleihen. In den letz ten Wochen stiess ich beim Durchblät tern alter Schriften auf nicht weniger als fünf verschiedene «Wahrheiten», und zwar aus der Federvon fünf glaub würdigen Autoren. Nach Paul Melot hat, wie er in «La Vie lyonnaise» vom 30. 10.1937 schrieb, Camille Jenatzy den ersten Strom linienwagen konzipiert und bauen las sen, nämlich das unter dem Namen «Zigarre» oder «Torpedo» bekannte Elektrorekordauto von 1899. In seinem Buch «L'Epopee automobi le» äussert sich Victor Breyer im Zu sammenhang mit den 120 km/h, die ein Wagen von Louis Serpollet als er ster erreichte: «Diese sensationelle Lei- 1898:Das erste bekanntgewordene Stromlinienauto — Dervorn und hinten ...