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... sondern Vater Staat. Dabei lagern südöstlich von München, im Gebiet zwi schen Weser und Ems, in Schleswig-Holstein und in Niedersachsen immerhin 600 Millionen Tonnen Rohöl, wo öl auch in Oberbayern: Bohrplatz in Großhöhenrain, südöstlich von München. von 75 Millionen Tonnen mit der heutigen Technologie problemlos förderbar sind. Weitere 75 Millionen Tonnen werden demnächst zur Ver fügung stehen, wenn es ge lingt, den Ausbeutungsgrad um zehn Prozent zu steigern. Heute bereits sprudeln aus den rund 170 Bohrlöchern zwischen Nordsee und Al pen jährlich etwa 5,3 Millio nen Tonnen Mineralöl, wo bei die kleinste Quelle pro Jahr nur weniger als 100 Tonnen, die ergiebigste da für 600 000 Tonnen auswirft. Mit dieser Ausbeute sorgt bundesdeutsches öl immer hin mit einem Anteil von mehr als fünf Prozent für die Versorgung der einheimi schen Raffinerien und steht damit an siebter Stelle unter den zwanzig Öllieferländern für hiesige Verarbeitungsan lagen. Die Geschichte des deut schen Erdöls reicht bis ins späte Mittelalter. Schon 1450 fanden bayerische Mönche am Tegernsee in einer Grot te öl, das sie „Satanspech“ nannten und zu medizini schen Zwecken verwende ten. Im 17. Jahrhundert nutz ten Bauern in der Lünebur ger Heide natürlich zutage getretenen Teer als Wagen schmiere und 1859 - ein Jahr vor dem amerikani schen ölrausch in ...