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... Argumente sprechen, dass aber aus schweizerischer Sicht die grösseren Vorteile bei der Gotthard-Basislinie liegen dürften. Die Frage nach der grundsätzlichen Notwendigkeit einer neuen Nord-Süd-Verbindung wird dabei bejaht. Für die schon 1970 von der Kommission «Eisenbahntunnel durch die Alpen» (KEA) mehrheitlich gutgeheissene Gotthard-Basislinie mit einem Tunnel von Erstfeld nach Biasca sprechen finanzielle, verkehrspolitische und betriebswirtschaftliche Überlegungen. Die Kosten dieses neuen Durchstichs (inkl. Anschlussund Zufahrtslinien) werden auf rund 6,3 Mia Fr. geschätzt, wovon die Schweiz rund 6 Mia aufbringen müsste. Bei der Splügenbahn liegen die Schätzungen je nach Variante (Splügen-Wcst bzw. Splügen- Ost) zwischen 7,0 und 8,8 Milliarden, wovon 3,6 bis 5,2 Mia von der Schweiz aufzubringen wären. Für den Gotthard spricht im weitern der verkehrspolitisch wichtige Umstand, dass sich diese Linie auf schweizerischem Territorium realisieren Hesse, also eine rein schweizerische Angelegenheit wäre. Und betriebswirtschaftlich fällt ins Gewicht, dass mit dem Gotthard-Basistunnel eine bereits bestehende Linie verbessert und die Zentralisierung des Transitverkehrs beibehalten werden könnte. Zugunsten des Splügenprojekts werden vor allem regionalpolitische Argumente (Förderung wirtschaftlicher Randgebiete) in die Waagschale geworfen. Die Gefahr, ...