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... Kurve fahrt, sondern auch langsam Spaß macht.“ Wer aus einem modernen Roadster wie dem Fiat Barchetta 40 Jahre in die Vergan genheit blickt, entdeckt am 507 hochmo derne Details: die gleichen scherenartigen Türöffher, eine ähnliche Sicke zwischen den Radkästen unterhalb der Gürtellinie. Pischetsrieder, dessen humanistische Schulbildung ein ebenso biographischer Selbstläufer ist wie die Issigonis-Connection, entdeckt am 507 Klassisches: „Die Proportionen und die relative Sitzposition im Verhältnis zu den beiden Achsen, die Entlüftung des Motorraums, die Größe der Räder, die Zentralverschlüsse, die bei ei nem heutigen Auto nicht mehr zulassungs fähig sind.“ Auch die Freude am Fahren hat im da mals glücklosen Herausforderer des Merce des 300 SL überlebt: „Es ist fantastisch, daß man in einem Wagen, der nach heutigen Begriffen alles andere als schnell ist, trotz dem das unmittelbare Fahrerlebnis hat - durch das Gefühl der Straße, die Lenkkräfte und den Wind um die Ohren.“ Quintessenz des leidenschaftlichen Ma schinenbauers Pischetsrieder: „Es macht einfach Spaß“, formuliert in jener hochbay rischen Diktion, aus der Genuß schäumt wie Drehmoment aus einem V8. „Die Stra ßenlage des 507 ist noch immer unheimlich gut, zwar nicht vom Komfort, aber im Ver hältnis zur Reifenbreite, dem Einlenkver halten und dem Lastwechsel frappierend, selbst nach ...