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... Mitte des Kampfes wirft. Die offizielle Lesart spricht von „ge sundheitlichen Rücksichten", der „kranke" Leiding selber gesteht jedem, der es hören möchte, er sei gesund und fühle sich wohl wie ein Hase im Klee. VW, Deutschlands Industriegigant Nummer eins, ist nicht mehr zu führen. Erst brachten die Gewerkschaften den Konzern — ohne Rück sicht auf die rapide verschlechterte Marktlage — in Schwie rigkeiten, dann legte man Leiding auch noch lahm, als er Produktion nach Amerika verlegen wollte. Er ahnte das Jahresergebnis 1974: rund 600 Millionen Mark Verlust. Der Mann sah rot und schrieb jedem Werksangehörigen einen sorgenvollen Brief nach Hause — der Bruch zwischen ihm und den Gewerkschaften war da. Wie kann es in Wolfsburg eigentlich weitergehen? Ein neuer Mann wird kommen. Aber wird sich etwas ändern, woran Rudolf Leiding — und letztlich auch sein Vorgänger Kurt Lotz — gescheitert ist? Neuer Mann, neuer Besen? Kein Riesenschrubber ist groß genug, in Wolfsburg klare Füh rungsverhältnisse zu schaffen. Nordhoff, Lotz, Leiding, der vierte Mann — für wie lange? Schon spricht man davon, den Verlustkonzern mit staatli cher Einspritzung wieder in Fahrt zu bringen. Andere weisen bereits auf die VW-Konkurrenten im Ausland hin, die in Staatsregie übergegangen sind — Renault in Frankreich, Alfa Romeo in Italien — und vom Staat über Wasser gehal ...