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... einem PS unterwegs zu sein. Anstelle von Geschicklichkeitsfahrten wurde gekegelt. Und nun, im Frühjahr 1945, war der Krieg zu Ende, nur noch einige Tage sollten es bis zur Kapitulation Deutschlands sein. Die ersten Lieferungen von Benzin trafen wieder im Hafen von Basel ein, die Vision der offenen Landstrasse, der Reisen ohne Hindernisse, des freien Europa wurde zur greifbaren Tatsache. Dafür stand wohl symbolisch jenes Schweizer Motorrad EC580, über das der Berichterstatter des «Motorrad» geradezu verliebt schrieb. Deutsche Töffs als Inspiration Die traditionsreiche Firma Condor in Courfaivre – 1943 feierte sie ihr 50-Jahre-Jubiläum – hatte bereits mit der A540 und der A680 zwei Motorräder für die Armee gebaut. Die A540 von 1938 war eine Zivilmaschine mit geänderter Farbe und Übersetzung, die im Dienstbetrieb nicht wirklich überzeugen konnte. Die A680, erschienen 1941, war ein wirkliches Armeemotorrad mit Schotterstrassen-Qualitäten und einem mächtigen, vom englischen JAP-680-Motor inspirierten V2-Motor, der von der Firma Universal in Oberrieden am Zürichsee gebaut wurde. 1943 wurde die Direktion der Condor-Werke von Major Tavernier, dem Zuständigen für Motorräder der Kriegstechnischen Abteilung der Armee, gebeten, sich Gedanken über ein künftiges Armeemotorrad als Nachfolger der A680 zu machen. Es sollte mit einem Boxermotor angetrieben werden, man war ...