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... Freunden im Kampf messen. Das ist echtes Leben, ein Leben mit viel Genuss. AR — Bist du durch die Rennerei ein anderer Mensch geworden? G. R. - In meinen Grundzügen habe ich mich wahrscheinlich im Verlaufe der Jahre kaum verändert. Die grosse Publicity rund um einen Formel-1-Fahrer oder die Tatsache, dass dich auf der Strasse jeder kennt, haben zwar einen gewissen Einfluss. Aber im Prinzip bleibt man das, was man ist. Etwas geht in dir vor, wenn du in der Welt herumkommst, wenn dein Name in den Zeitungen steht. Nachdem du dich vorher noch um kleinliche Probleme deines Alltags gekümmert hast, wird plötzlich alles so unwichtig. Auch wir im Tessin haben unsere Ründumden-Kirchturm-Rivalitäten; dieser ist neidisch auf jenen, man kritisiert den andern. Plötzlich merkte ich, dass ich diesem kleinbürgerlichen Milieu, das eigentlich normal ist, entwachsen war. Und wenn mich heute Tessiner Freunde in Basel besuchen, dann merke ich jedesmal, dass sie dem Kleinlichen kaum entwachsen können. AR - Für dich sind die Rennen alles gewesen. Du bist mit 41 Jahren im Cockpit gesessen und hast dich wie eh und je auf den Kampf gefreut. Noch hattest du nicht ans Zurücktreten gedacht. Was hältst du also, von James Hunt, Niki Lauda oder Jody Scheckter, die sich, um die dreissig herum, als Fahrer zurückgezogen haben oder zurückziehen werden, nachdem sie Weltmeister geworden ...