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... Tage seien schön gewesen. Am Ende besiegte ihn die Straßenbahn – oder besser gesagt der Direktor der Trambahngesellschaft, deren Gleise die Straße kreuzten. Der Direktor war ein erklärter Auto-Feind, und sofern er konnte, heißt es, durchkreuzten Straßenbahnen die Rekordversuche. Klingt wahnwitzig: zwei Rekordversuche pro Stunde, je nach Fahrplan ... Der Fiat-Firmenzeitung berichtete Duray 1914 ausführlicher – und in Details etwas anders –, was den Rekord vereitelte. Es gab auch Probleme mit der französischen Motorsportbehörde, mit Messinstrumenten und vielem mehr. Bei einem seiner Versuche mit offizieller Zeitnahme erreichte er 213 km/h – doch das war für einen neuen Rekord zu wenig. Damit war die Rennkarriere des Fiat S 76 beendet. Soukhanov kehrte zurück nach Moskau. Selbst das letzte Fünkchen Hoffnung auf einen Weltrekord machte der heraufziehende Krieg zunichte. Ahnend, was das für ihn bedeuten würde, verließ der Prinz, wie andere russische Aristokraten und Reiche seine Heimat. Wohin es ihn verschlug, weiß niemand. Nach der russischen Revolution von 1917 war für Leute wie Soukhanov Russland jedenfalls tabu. Und der S 76? Duncan Pittaway ist davon überzeugt, dass der Motor verschrottet wurde. »Kein Mensch hat Anfang der 1920er-Jahre so einen Riesenmotor noch für relevant gehalten«, erklärt er. Er glaubt, dass das Auto Nummer 2 ...