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... dienen. Ob diesen großen Worten auch große Taten folgen? Erfahrungen aus der Vergangenheit zeigen, dass Skep sis angebracht ist. Die Einführung von Wechselkenn zeichen etwa war als großer Wurf angekündigt. Her ausgekommen ist ein Reförmchen, dessen Sinnhaftigkeit bezweifelt werden darf. Das gilt auch für den aktuellen Vorschlag, denn was wird sich letztlich än dern, wenn zwar die Grenze für den Führerscheinent zug von 18 auf acht Punkte sinkt, aber auch die Bewer tung einzelner Delikte „gestaucht und geschrumpft“ wird? So soll es bei Verstößen, die bislang mit bis zu drei Punkten geahndet werden, künftig nur noch einen Es stimmt, dass beim deutschen Punkte system niemand mehr so richtig durch blickt und dass es vereinfacht werden muss. Brigitte Haschek sieht den Plänen mit gemischten Gefühlen entgegen. oder zwei geben; bei Verstößen mit bis zu sieben Punk ten stets zwei. Damit wird der eigentliche Ansatz kon terkariert, die Sanktionsschraube je mehr anzuziehen, je schwerer die Verkehrssünde ausfällt. Bedenklicher ist, dass Betroffenen künftig die Chance verwehrt wer den soll, Punkte durch freiwillige Nachschulung oder verkehrspsychologische Beratung tilgen zu können. Eine erfreuliche Nachricht gibt es jedoch: Der un gute Mechanismus, wonach die Löschung bestehender Punkte verhindert wird, wenn neue hinzukommen, soll abgeschafft werden. ...