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... Zahl zu erhalten. Mit diesen Logarithmentabellen ließen sich erstmals komplexere Rechnungen auf simple Additionen und Subtraktionen herunterbrechen. Praktisch durchführbar machte das der schottische Gelehrte Napier mit einem System aus manuell verschiebbaren, durchnummerierten Stäbchen. Aufbauend auf diesen »Napierschen Rechenstäbchen« bastelte etwa zehn Jahre später der mathematikinteressierte Theologe Edmund Gunter ein beidseitig bedrucktes Lineal, das mit seinem Paar Trennstreifen als Vorläufer des heute bekannten Rechenschiebers gilt. Kurz darauf entwickelte ein anderer in Pfarrhäusern und als Mathematiker tätiger Tüftler, William Oughtred, ein System mit zwei Linealen, die man gegeneinander schieben konnte – den ersten richtigen Rechenschieber. Soweit der historische Hintergrund. Die Bedeutung der Erfindung ist – theoretisch – ein Quantensprung. Denn mit Logarithmen und Rechenschieber spart man Zeit und Kapazitäten. Soweit die Theorie, in der Praxis sind Millionen Minderbegabte – wie der Verfasser dieser Zeilen – allein mit dem Konzept eines simplen Logarithmus überfordert. Doch wie einen Heiligen Gral nahm Isaac Newton – Gottvater der Naturwissenschaften – den Stab auf und addierte zu dem Instrument 1675 einen Zeiger. Der erste bewegliche Zeiger kam 1851 in der Konstruktion von Amédée Mannheim zum Einsatz. Der franzö- sische ...