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... Fiat verpflichtet sich, zwangsbeurlaubte Arbeitskräfte, die bis zum 30. Juni 1983 keinen anderen Arbeitsplatz gefunden haben, wieder einzustellen. Die von den Gewerkschaften geforderte Rotation unter den zwangsbeurlaubten Arbeitern ist auf 2000 Beschäftigte in Mirafiori (Karosseriemontage) beschränkt, d. h. praktisch ausser Anwendung geblieben. Es sollen Kurse für berufliche Umschulung und Requalifizierung eingerichtet werden. Fiat hat sich bereit erklärt, die durch den langen Streik bedingten Lohnabzüge ratenweise einzubehalten. Der Lohnausfall von insgesamt 60 Mia Lire (120 Mio Fr.) belastete nicht nur Zehntausende von Familien, sondern den Handel in der gesamten Provinz Turin. Der wochenlange Stillstand in den Fiat-Betrieben und bei zahlreichen Tochterfirmen, die für Fiat arbeiten, hat augenscheinlich gemacht, welche ausschlaggebende Bedeutung die Autoindustrie für ganz Piemont hat. Cesare Annibaldi, dessen Zähigkeit, Geduld und Überzeugungskraft sich letzten Endes durchsetzte und den man als eigentlichen Sieger der langen und zermürbenden Verhandlungsschlacht in Rom bezeichnen kann, spricht jetzt diplomatisch von einem «ausgewogenen Übereinkommen» und unterstreicht den Verzicht Fiats auf Kündigungen. «Wir waren sicher», fügte er in einer Presseerklä- rung hinzu, «dass ein grosser Teil der Arbeiterschaft die Härte der Kampfform in den ...