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... besonders flink vom Bremsaufs Gaspedal wechseln. Voller Tritt gegen das Bodenblech. Der Zwölfzylinder ruft seine 660 Newton meter ab, mobilisiert 670 PS. Die Dreh zahlmesser-Nadel springt Richtung 8000. Und der Pilot erlebt ein Spekta kel, das unter die Haut geht. Zwölf Kolben und 48 Ventile entwi ckeln dabei ein Klangerlebnis, das selbst die Poeten unter den Lamborghini-Textern zur Hochdrehzahl brachte: Vom „Grollen einer heftigen Gewitter nacht“ über das „Trompeten mächtiger Elefanten“ bis zum „Fauchen eines wü tigen Löwen“ ist hier die Rede. Für diese Klangsphären braucht es kein feines Gehör, eher einen sensiblen Gas fuß und eine flinke Hand, die das Aus brechen der Heckpartie am Volant aus pendelt. Wenn die Pirellis die richtige Grip-Temperatur haben und der Gasfuß das Spiel der Alternativen zwischen Rauchpilz und Torpedobeschleunigung fein austariert, dann liegt nach 3,2 Se kunden bereits Tempo 100 an. Dafür hat der Murcielago auf dem Weg zum Superveloce ein knallhartes Fitness-Programm absolviert. Im Vor dergrund stand eine Vier-Phasen-Diät: Der Rohrrahmen aus hochfestem Stahl brachte eine um zwölf Prozent höhere Torsionssteifigkeit und ein Minus von 20 Kilogramm auf der Waage. Der Weg fall des Antriebs für den bewegli chen Heckflügel und eine modifizierte Kohlefaser-Struktur sparten weitere 13 Kilo. Im Innenraum fanden die ...