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... ist.« Er recherchierte auf eigene Faust, drängte auf Sachverständigen-Gutachten, trieb Unfallzeugen auf. Reifen-Reif (Spitzname in Kollegenkreisen) hatte zudem Glück: Er fand in dem Münchner Ersten Staatsanwalt Eckart Jaggy einen Partner, der mitzog. Anfangs zwar mit behördlicher Distanziertheit (»Der Staatsanwalt ist doch kein Ersatz-TU%), doch dann mit Kommissar-Präzision. Als schließlich das 3. Gutachten von dem Wiener Pneu-Spezialisten Hans Honigl eingegangen war, wußte Jaggy, was ihm bevorstand — ein Monsterverfahren gegen eine Firma von bisher untadeligem Ruf. Honigl berichtet in seinem 56-Seiten-Gutachten (wohlgemerkt, bevor der Metzeler Monza Steel in der Öffentlichkeit als »Todesreifen« bekannt wurde), daß er bereits 12 Reifen dieses Namens auf den Tisch bekommen habe. Und alle hätten die gleichen Schäden aufgewiesen. Nach Honigls Ansicht sind Konstruktion und Produktion der Reifen nicht völlig aufeinander abgestimmt, sonst wäre es wohl nicht zu den Reifendefekten mit den dadurch verursachten Verkehrsunfällen gekommen. Der international als Reifen-Koryphäe bekannte Wiener Gutachter kreidet den Metzeler-Verantwortlichen aber nicht nur Fertigungsfehler an, sondern auch ihr Schweigen. Dem Hersteller, so Honigl, sei seit längerem bekannt, daß der Monza Steel in den beanstandeten Versionen auf der Straße ...