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... DIE KUNST EINE GLÜCKLICHE EHE ZU FÜHREN Man hat Differenzen mit seiner Frau, sie hat solche mit dem Mann? Und beide kommen sich nicht ins klare, warum sie immer wieder über denselben Punkt zanken. War schon die Wahl des Gatten oder der Gattin falsch? Tausenderlei Fragen tauchen auf und sind gar nicht so leicht zu beantworten. Vielleicht aber hat doch jener Freund recht, der meinte, der Wahl der Frau müsse die der Schwiegermutter vorangehen. Diese müsse so aussehen, dass man bei ihrem Anblick ins Schwanken komme, ob man nicht lieber sie ehelichen wolle. Erst wenn diese Bedingung erfüllt sei, könne aus der Sache etwas werden. Und tatsächlich, der Freund hat nicht so ganz unrecht; wie manche Ehe ist schon an einer hässlichen und zänkischen Schwiegermutter gescheitert. Da taucht auch die Frage auf, lohnt es sich überhaupt zu heiraten? Wir antworten mit dem Wort eines Kenners der Ehe, Jules Renard, der sagte: Ein verheirateter Mann verhält sich zu einem Junggesellen wie ein gebundenes Buch zu einem broschierten. Das Gebundensein ist vielleicht ein klein wenig unangenehm, aber Goethe sagte mit Recht: Unbequem mag es manchmal sein, das glaube ich wohl, und es ist eben recht. Sind wir nicht auch mit dem Gewissen verheiratet, das wir oft gerne los sein möchten, weil es unbequem ist, unbequemer als uns ein Mann oder eine Frau je werden können. » Was lässt sich denn ...