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... ist und mir vor Stolz die Brust zerreißt. Ich will nur einmal unsere Rolle - „unser Selbstver ständnis“ - darstellen, weil sie vom landläufigen Journalismus abweicht und auch abwei chen soll. Journalisten sind normalhin Chronisten, Fachjournalisten wie wir müssen zudem auch noch Kritiker sein. Denn wir wollen bewußt die Interessen des Lesers, der sich auf dem Markt einem verwirrenden Angebot gegenübersieht, wahrnehmen. Von den Automobilfirmen werden die Fachleute von auto motor und sport oft schon um ihre Meinung befragt, längst bevor die Wagen in den Läden erscheinen. Ein halbes Jahr vor der offiziellen Präsentation des Audi 50 wurde uns beispielsweise ein Vorserienexemplar zu er sten Probefahrten auf dem VW-Prüfgelände in der Lüneburger Heide überlassen, um erste Eindrücke zu sammeln und um Verbesserungsvorschläge zu machen. Wir lobten den klei nen Audi damals — und wunderten uns nicht, daß er beim späteren Vergleichstest (Heft 8/ 1975) mit Abstand vor den vier anderen Konkurrenten gewann. Auch beim ehrwürdigen VW Käfer übte auto motor und sport laufend konstruktive Kritik — der Käfer bekam mehr Lei stung, mehr Fahrsicherheit, bessere Sichtverhältnisse; er lief und lief und lief. Einige Modelle mußten freilich oft so kritisiert werden, daß sie auf dem Markt nicht Fuß fassen konnten — etwa der Honda 360 (Heft 15/1968) und der Morris Marina (Heft ...