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... handelt, ist jedenfalls noch keinGütezeichen. Daraus könnte ja auch abgeleitet werden,dass unsere Unterhändler von Anfang an zu hoch pokerten und dann 31 Stufen hinuntersteigen mussten, umnicht am Ende mit leeren Händen dazustehen. Unbestreitbar ist, dass dasAbkommen heikle Punkte enthält. So verpflichtet sichdie Schweiz zum Bau einer neuen Eisenbahn-Alpentransversale (Neat), obwohles hierüber mit grosser Wahrscheinlichkeit zu einer Volksabstimmung kommt, auf deren Ausgang man keine Wetten abschliessen möchte. Sodann fehlt noch die praktische Ausgestaltungder eigentlichen piece de resistance, des sogenanntenÜberlaufmodells. Im Vertragsabkommen heisst es dazu lediglich, dass «im Prinzip» täglich 50 Fahrzeuge mit40 t Gesamtgewicht die Schweiz auf der Nord-Süd- Achse beziehungsweise in umgekehrter Richtung passieren dürfen. «Im Prinzip»besagt im normalen Sprachgebrauch, dass an einzelnen Tagen auch höhere Kontingente zulässig sind. Wie das mit der jährlichen Begrenzung auf gesamthaft 30 000 Durchfahrtspassagen zu vereinbaren ist, ist nicht ganz ersichtlich. Und ganz grundsätzlich: Selbst bei Gutheissung dieses Korridors steht das Zugeständnis in scharfem Kontrast zur ursprünglichen Maxime Zunächst hatte die Schweizer Seite noch verkündet, die erwähnten 100 Ausnahmebewilligungen täglich würden nur erteiltsofern die Bahnkapazitäten ausgeschöpft ...