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... es praktisch nicht durchführbar ist, Straßen dauerhaft farbig anzustreichen (der Anstrich müßte mindestens zweimal jährlich erneuert werden), bleibt nur die Möglichkeit, sie von vorneherein mit farbigem Material zu bauen. Erste schüchterne Versuche in dieser Richtung wurden schon gemacht. Wenn man zum Beispiel vor den Boxen der Stuttgarter Solitude-Rennstrecke steht und angestrengt zu Boden blickt, kann man mit einiger Mühe zu der Erkenntnis gelangen, er sei rot. Es handelt sich um eine Bitumendecke, die durch Beimengung von Eisenoxyd gerötet wurde. Dies ist derzeit die einzige für größere Flächen praktikable Möglichkeit, denn der schwarze Asphalt läßt sich nur schwer übertönen. Allerdings gibt es auch einen anderen Grundstoff: Auf einem Bayer-Fabrikhof fahren schon seit rund zwei Jahren täglich 500 bis 600 Fahrzeuge über ein buntes Feld, auf dem Streifen in allen Farben schillern (besonders intensiv übrigens bei Regen). Es sind Streifen eines neuartigen, sozusagen »künstlichen« Bitumens, das sich sehr viel leichter (und leuchtender) färben läßt als das bisher gebräuchliche. Allerdings — und das ist der Pferdefuß — ist es sehr teuer, rund 5mal so teuer sogar. Das bedeutet, daß es für den Bau ganzer Farbstraßen kaum in Frage kommt, allenfalls für Markierungsstreifen. Auch die Eisenoxyd-Rötlichmachung herkömmlicher Asphaltstraßen ist ...