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... Auch sie altern und ermüden. Die überraschenden Einblicke, die die metallurgischen Forschungen der letzten Jahre in den inneren Aufbau der Metalle eröffneten, haben gelehrt, wie kurz die Spanne kein kann, innerhalb deren ein Konstruktionsmaterial seinen Urzustand erhält, — wie schnell oft der Zustand erreicht wird, indem es an Ermüdungserscheinungen zu Bruche geht. Professor Föppl hat beispielsweise durch Ermüdungsprüfungen von Bohrerstählen gezeigt, daß 78 Millionen Schwingungen ausreichend waren, um sein Versuchsmaterial zu zermürben, so daß es infolge „Ermüdung" brach. Bei Schwingungsfrequenzen, denen beispielsweise Gesteinsbohrerstahl im praktischen Betriebe ausgesetzt ist, sind diese 78 Millionen innerhalb weniger Stunden erreicht, wenn man den Bohrer pausenlos arbeiten lassen wollte. Diese Fragen der „Alterung" und „Ermüdung" sind auch besondere Sorgen des Kraftfahrzeugkonstrukteurs. Mancher Kurbelwellenbruch, mancher Federbruch ist lediglich Ermüdungserscheinungen zuzuschreiben, die durch das Auftreten ungewollter und unerkannter Schwingungen im Material eingeleitet worden sind. Mit dieser, — sozusagen „menschlichen" Schwäche des „Alterns" und „Ermüdens", die auch dem hochwertigsten Konstruktionsstahl anhaftet, gewinnt so mancher Fortschritt, der auf dem Gebiete der Leistungssteigerung ...