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... VW-Boss Ferdinand Piech gar von Krieg. Ob derart martialischen Chef-Tönen ist man versucht, in Abwandlung des Worts von Carmen Sylva, wonach der Krieg zwischen zwei gebildeten Völkern ein Hochverrat an der Zivilisation sei, festzustellen, dass ein Krieg — so ein solcher tatsächlich im Gange ist — zwischen zwei grossenAutoherstellern einem Hochverrat zumindest an der deutschen, wenn nicht sogaran der gesamten europäischen und nordamerikanischen Automobilindustrie nahekommt. Nutzniesser einer solchen tiefgreifenden Auseinandersetzung dürften,sofern man sich hüben und drüben nicht rasch wieder dem eigentlichen Geschäft widmet, in erster Linie die japanischen Konkurrenten sein und nicht etwa, wie gelegentlich angenommen wird, die Autokäufer. Ein solches Szenario ist alles andere als abwegig. Dieweltweiten Produktionskapazitäten von 40 Mio Personenwagen werden derzeit zu bloss drei Vierteln ausgenützt. Die Folge davon ist ein unbarmherziger Verdrängungswettbewerb, der zunächst regionale und kontinentale Dimensionen hat, sehr rasch aber auch interkontinentale, ja globale Ausmasse annehmen kann. Davor hat die neue Nummer eins bei BMW, Bernd Pischetsrieder, gewarnt undauf den «immensen» Schaden hingewiesen, den dieLopez-Kontroverse der gesamten deutschen Automobilindustrie nicht nur in Europa, sondern vor allem auf dem US-Markt ...