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... Nr. 30 | 02.201146 Der Maserati mit dem schönsten Kleid Maserati konzentrierte sich auf die Technik, die Carrosserien wurden an Spezialfi rmen auswärts vergeben. Der vorgängige 3500 GT wurde, bis auf einige Sondermodelle, von Touring geschneidert, das Kleid des Sebring stammt von Giovanni Michelotti, der damals u.a. für den Carrosseriebauer Vignale entwarf. Die Carrosserie des Sebring trägt allerdings, weil dort gefertigt, nur das Vignale-Signet. Michelotti gelang ein Coupé von zeitloser Eleganz, das in der Fachwelt auch heute noch als schönster Maserati eingeschätzt wird. Auch wenn Superlative beim Design immer Geschmackssache sind, wirkt die Linienführung des Sebring damals wie heute frei von Einfl üssen eines wie auch immer gearteten Zeitgeistes – sie könnte auch erst gestern gezeichnet worden sein. Dass gleichzeitig die Markenverwandtschaft zum etwas klobigen Vorgänger (Touring) sichtbar blieb, ist der hohen Kunst der Firmen Vignale/Michelotti zuzuschreiben. Die Formgebung ist denn auch das grosse Plus dieses unterschätzten Autos – egal ob Serie I oder Serie II. Der Sebring ist wie eine wunderschöne Frau: Wer ihr verfallen ist, dem erscheint das Objekt der Begierde durch die kleinen oder grösseren Macken nur noch interessanter. Und überhaupt: Welcher Klassiker hat keine Macken? MASERATI SEBRING Im Vergleich wirkt der Touring (vorne) schon ...