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... zum ewigen Denkmal erstarrt, und Sie durchwandern ihre engen Gassen, ihre Gürtelzonen zwischen den Wällen (deren äusserer anderthalb Kilometer misst. O, ihre Turmgemächer, ihre Burg, ihre Kirche, als wäre all ihr bisheriges Dasein unwirklich geworden, als wären sie um Jahrhunderte zurückversetzt und müssten die Geschicke des blutigsten Mittelalters mittragen helfen. Und dann solsen Sie fassen, was Ihnen der Führer erzählt: dass hier schon die ureingesessenen Kelten eine starke Festung hatten, dass die Römer auf dem sich über der fruchtbaren Ebene der Aube erhebenden Hügel ein machtvolles Bollwerk bauten, dass Westgoten, Sarazenen, das Geschlecht der Trencavel ihre Mauern und Türme, ihre Wohnstätten und Kirchen auf den uralten Fundamenten weiterbauten. Sie hören das alles. Aber was sind Ihnen die römischen Quader, das gotische Mörtelwerk aus den Kieseln der Aube, der Unterschied zwischen den halbrunden und oktogonen Türmen verschiedener Epochen! Sie fassen all das Erklärte, all das Geschaute " doch nicht. Traumwandel hält Sie umfangen. " Selbst das mystische Halbdunkel der prächtigen gotischen Kathedrale kann Ihre Ehrfurcht nicht mehr steigern. Und wenn Sie endlich, müde und wohl auch durstig, sich auf der Bastei niederlassen, kommt Ihnen der groteske Anachronismus kaum mehr zum Bewusstsein: Sie sitzen, lebendiger Sprössling des 20. Jahrhunderts, ...