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... eine Werft eher ungewöhnlich – einen engen Kontakt zur Automobilindustrie. Neben dem Haupteingang arbeitete gerade ein kleines Team unter einem Kran. Vor ihnen hing ein gerade angelieferter Maserati-Motor am Haken. Angeführt von zwei sehr sportbewussten Kunden von San Marco, den Bernocchi-Brüdern, beobachteten alle mit Spannung, wie der Motor des Maserati 3500 GTI in dem Mahagonirumpf eines edlen, zweisitzigen Renn- Run abouts verschwand. Die Bernocchi-Brüder – Mario und Michele – kamen aus einer Familie, die in Mailand seit Generationen zu den Oberen Zehntausend zählte. Dementsprechend besaßen sie mehrere Sportboote von San Marco – was zu der Zeit, Anfang der 1960er, in den Augen echter Powerboot-Kenner durch nichts zu übertreffen war. Boote von San Marco waren schnittig, elegant, wunderschön, sie waren extrem teuer und um einiges sportlicher als ein luxuriöses Riva-Boot. Oscar Scarpa hatte lange bei Maserati gearbeitet und war in der Fabrik in Modena so bekannt und geschätzt, dass er noch so teure Motoren einfach per Telefon bestellen konnte. Mit seinen Rennbooten hielt er nicht weniger als 35 Weltrekorde; einige der prestigeträchtigsten hatte er mit einem 450S-V8-Motor errungen, um den sich Guerrino Bertocchi kümmerte, das Genie aus der Rennsportabteilung von Maserati. Den Anblick des nagelneuen 3500-GTI-Motors mit seinen sechs hochglänzenden ...