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... einem blauvioletten Meer. Ich wollte aber auch den so unterschiedlichen Gesichtern Kalabriens begegnen. So setzte unsere kleine, dreiköpfige Reisegesellschaft die Entdeckungsfahrt in einem Mietwagen fort. Bei der Abfahrt schien er für uns selbst und unser Gepäck gross genug, am Ende der Fahrt hatten wir Mühe, unsere vielen Reiseandenken unterzubringen. Reggio. die grösste Stadt Kalabriens, wurde zweimal durch schwere Erdbeben zerstört, 1786 und 1908. Zahlreiche Gebäude konnten aber anhand der noch vorhandenen Originalbaupläne wiederaufgebaut werden. Im Baustiel ist der maurische Einfluss unverkennbar. Reges Leben herrscht am Abend auf der grossen Uferstrasse «Lungomare». Auf ihren Trottoirs hält man nach südlicher Art den «Corso» ab, und hier ist auch der Treffpunkt der temperamentvollen jungen Generation. Bei Tag kann man die Küstenlinie Siziliens erkennen. Je nach Wetter erscheint dem Auge die Distanz zur Insel mehr oder weniger gross. Über die Autostrada del Sole gelangt man in kurzer Zeit nach Scilla. Das kleine Fischerdorf, das erst vor wenigen Jahren auch zum Badeort geworden ist, hat nichts von seiner Ursprünglichkeit eingebüsst. Wenn man den Strand verlässt und in die engen Dorfgassen eindringt, entdeckt man überrascht die schönen, gut zwei Jahrhunderte alten, aber von der salzigen Meeresluft etwas angenagten Häuser, dazwischen die ...