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... »Sein« 959, zunächst gefeiert von aller Welt, steht plötzlich als Symbol all dessen, was bei Porsche schief läuft. Wiedeking wirft ihm vor, dass 911 und 944 keinerlei Gleichteile besäßen und versteigt sich zu der Behauptung, Bott wolle die Firma ruinieren. Seine Mitarbeiter trifft die Demission wie ein Schock, »Vater Bott« war für sie Mentor und Förderer, der Talente entdeckte und förderte und auch das Entwicklungszentrum Weissach ans Laufen brachte. Der Fall Bott bleibt bis heute eine der schmutzigsten Rauswürfe der Porsche-Geschichte. Aber Wiedeking, Machtmensch, Sturkopf, Provokateur, boxt kompromisslos seine Strategie durch. Als er 1992 antritt, schreibt Porsche 450 Millionen Miese. 1995 steht in der Bilanz schon eine schwarze Null. Bis 2002 steigt der Aktienkurs um 1700 Prozent, und mit ihm Wiedekings Gehalt auf das astronomische Salär von 77,4 Millionen Euro. Doch irgendwann will der »König Midas von Zuffenhausen« (Handelsblatt) zu viel. Sein Versuch, die große Mutter Volkswagen zu schlucken, scheitert. Wieder spielt Ferdinand Piëch eine Schlüsselrolle: Wiedeking ist ein Mann von Porsche-Aufsichtsratschef Wolfgang Porsche, sein ewiger Rivale um die Vorherrschaft in der PS-Dynastie. Und ihn wurmt, dass Wiedeking zu mächtig wird und zudem sein Lieblingsbaby Phaeton öffentlich bespöttelt hat. Am Ende geht Wiedeking in die ...