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... ohne Zögern gespendet wurde, und als dritte der Gaben, die dem Kindlein zu Bethlehem geschenkt sein sollten, nahm Redartus eine Medaille, die noch niemals erprobt, doch die Kraft in sich tragen sollte, hell zu tönen und zu leuchten, wenn ihr das Reinste und Höchste, was die Erde trägt, begegnen werde. Sternwärts den Blick gewandt und mit dem Fusse die Leuchtspur beschreitend, welche die Bahn der vor ihm wandelnden königlichen Genossen gezogen hatte, so nahm der vierte weise König den Weg nach Bethlehem unter seine Füsse. Als er eine Weile gewandert war, traf er in der Morgenfrühe ein junges Weib, das mühsam und schwer mit einem Neugeborenen im Arme die gleiche Strasse zog. Der Weise kam nicht an der mühsam schreitenden Frau vorbei, ohne sie nach ihrem Wege und ihrem Ziele zu fragen. « Nach Bethlehem will ich >, so antwortete das kraftlose, müde Weib, « dort sind die Menschen, die meinem armen Kinde Heimat geben werden, denn wir sind in der Fremde ohne Hilfe und Beistand, ich aber fühle, dass ich dem Kinde nicht mehr lange Mutter sein darf, mein Körper hat zu viel Not gelitten, als ich mit dem Kinde ging ». — «So haben wir den gleichen Weg, und ich will dir bis zur nächsten Ruhestätte Begleiter sein. > Er nahm das Kind der müden Frau aus dem Arm und trug es ohne viel Umstand. Es ging langsam voran, aber endlich kamen sie doch zu einer reinlichen, guten- ...