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... Im Juli 1950 schaute er zu, wie der schwarze Wagen in Bremerhaven langsam aus dem Schiffsbauch gehievt wurde. 2245 Dollar (damals rund 9000 Mark) kostete das Auto, dazu kamen 400 Dollar für Fracht. „Zu Hause in Grafenwöhr dachten die Leute, ich sei I übergeschnappt", schmun zelt Lange. Er winkt ab: „Es ging ums Geschäft.“ Das Geschäft lief, das Auto auch. Der Buick hat heute über 300 000 Kilometer auf dem Buckel. Der 105 PS lei stende Reihen-Achtzylinder mit 4066 cm3 Hubraum treibt den immerhin 1800 Kilo schweren Wagen auf eine Geschwindigkeit, die „mir auf jeden Fall langt“, wie Lange sagt. Gefahr drohte dem Buick nur einmal: Langes Tochter, inzwischen bei Daimler-Benz beschäftigt, wollte den Vater unbedingt zum Wagen-Wech sel animieren und kam nach einander mit verschiedenen Mercedes-Typen, vom 200er bis zum 350 SL, an. Rudolf Lange, inzwischen pensio niert und nach Konstanz ge zogen, winkte ab: „Schöne Autos, aber mein Buick ge fällt mir besser.“ Er beschloß statt dessen, das Auto gründlich zu renovie ren. Ein halbes Jahr lang stand der Buick in Langes ehemaliger Werkstatt. Der Motor wurde generalüber holt, 40 Kilo Lack trug er in sieben Schichten auf. Nach 1000 Arbeitsstunden und 10 000 Mark Ausgaben für Ersatzteile strahlte das Auto in jugendlichem Glanz. Schwärmt Lange: „Besser sah der in ...