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... oder trotz 210 PS unterbricht der neue GTI gleich zwei Mal die Siebener-Marke: In 6,9 Sekunden flitzt jetzt schon der Sechsgang-Handschalter von null auf 100 km/h, und mit 6,8 Liter pro 100 Kilometer liegt er auch beim Minimalverbrauch 0,4 Liter niedriger als sein gleich schwerer Vorgänger. Ihn unter neun Liter Ver brauch zu pilotieren erfordert keinerlei Selbstkasteiung. Noch mehr als seine Vorgänger beherrscht der neue GTI also den Spagat zwischen Sport und Vernunft. Dazu passt, dass er an der Ampel mit von der Hatz noch knisterndem Auspuff unschuldig leise summt wie ein frisch ertappter Lausbub. So brav er sich bedächtig geführt fahrt - wer ihn reizt, dem wirbelt er tiefergelegt (vorne 15, hinten 22 Millimeter) mit grandioser Agilität um die Ohren. Wie ein Schuss Tabasco feuert ein kurzer Lastwechsel-Hüftschwung (hinten härterer Stabilisator) den Kurveneinstieg an. Stur krallen sich die 225er Michelin-Reifen an der Innenseite fest. Untersteuern erfordert Mutwillen. Um dann kurvenausgangs mit elektro nischer Traktionshilfe (siehe Spotlight) herauszufeuern. Sensible Piloten spüren hier leichten Antriebseinfluss. Die Präzision der wohl bes ten elektromechanischen Lenkung beeinträchtigt das kaum. Der Kopf sagt „nur ein Golf“, das Po pometer „aber was für einer“. GTI-Kenner kneifen dann auf gebeutelten Stra ßen schon mal ebenjenes Hinterteil ...