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... Produktionsjahren stets grün war. Letztlich war es aber überall dasselbe Problem: Der Lackauftrag stellte oft den Flaschenhals einer rationellen Autoproduktion dar. In den 1920er Jahren kamen dann die schneller trocknenden Nitrocelluloselacke. Sie mussten allerdings in vielen Schichten aufgetragen und aufwändig poliert werden. Dieser Schritt entfiel bei der nächsten Generation: bei den thermoplastischen Lacken. Sie erfreuten sich ab den Vierzigerjahren vor allem in den USA grosser Beliebtheit. «Thermoplastisch» bedeutet «durch Hitze verformbar». Die Autocarrosserien wurden nach dem Lackieren stark erwärmt, wodurch der Lack wieder oberflächlich angeschmolzen wurde und seinen eigentümlichen Glanz erhielt. Verdünner oder Wasser Der thermoplastische Lack hatte aber auch Nachteile wie die schlechte Beständigkeit gegen Chemikalien oder die Rissbildung. Spätestens in den Achtzigerjahren verschwand diese Technik. In Europa und in anderen Ländern hatten sich zu diesem Zeitpunkt Lacke auf Acrylharzbasis resp. Zweikomponenten-Lacke schon längst durchgesetzt. Sie härteten nicht mehr mittels Lufttrocknung aus, sondern chemisch mittels Zugabe von Härtern. Sie boten einen perfekten Schutz vor Umwelteinflüssen, Säuren und Chemikalien. 49www.swissclassics.com SwissClassics Die verwendeten Lacke und Techniken wurden im Lauf der Jahrzehnte weiterentwickelt. So wurde ...