Wichtig: Der Text wurde automatisch aus dem PDF extrahiert, weshalb Schreibfehler durchaus vorkommen können.
... Nr. 30 | 02.201154 Italienisches Design von einem Schweden Auch Helmer Pettersson gab nicht so schnell auf. Als Volvo 1957 die Produktion eines neuen Sportwagens in Erwägung zog, nutzte der Ingenieur und langjährige Volvo-Berater, der schon 1944 den legendären Buckelvolvo PV444 entwickelt hatte, die Gunst der Stunde. Sein Sohn Pelle hatte am New Yorker Pratt Institute Design studiert und gerade eine Stelle bei Pietro Frua in Italien angetreten. Dort entwarf er ein elegantes Coupé, von dem Frua in Handarbeit drei Prototypen herstellte, mit Namen P958-X1, P958-X2 und P958-X3. Im Dezember 1957 fuhr Vater Helmer den X1 eigenhändig nach Deutschland zu Karmann, um den Wagenbauer für die Produktion des neuen Sport-Volvos zu engagieren. Karmann musste allerdings passen, nachdem Stammkunde VW drohte, alle Aufträge zurückzuziehen, sollten sich die Osnabrücker für den Bau des schwedischen Konkurrenzmodells entscheiden. Nacheinander wurden NSU, Drauz und Hanomag abgeklappert, doch keiner erfüllte die hohen Qualitätsanforderungen von Volvo. Als das Projekt bei Volvo zu versanden drohte, suchte Helmer Pettersson Investoren, um die Produktion selber in die Hand zu nehmen. Da tauchte unerwartet ein Pressefoto der bis dahin geheim gehaltenen Prototypen auf. Volvo sah sich gezwungen, die Neuentwicklung bekanntzugeben. Im Januar 1960 wurde das Modell mit der ...