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... die Fahrzeuge erhalten werden sollen. Das ist ein hehres Ansinnen, birgt jedoch die Gefahr, dass ein regelwidrig restauriertes Fahrzeug als nicht mehr erhaltenswürdig gelten könnte: Bereits eine Innenausstattung mit neuem Leder dürfte Patina zerstören, und es könnte diskutabel werden, ob es sich dabei um eine unter bestimmten Umständen erlaubte Rekonstruktion oder um eine verbotene Reproduktion handelt. Der Entwurf für die Charta von Turin bietet in der Praxis eine Fülle von Zündstoff, und es könnte durchaus passieren, dass das Kind mit dem Bade ausgeschüttet wird. Es ist den FIVA-Funktionären hoch anzurechnen, dass man sich durch eine frühzeitige Veröffentlichung des Entwurfs einer breiten Diskussion stellt und den Konsens sucht. Das Ziel der Übung, den Schutz klassischer Fahrzeuge vor übermässigen oder unbedachten staatlichen Eingriffen, sollte uns allen nur zu recht sein: «Wenn wir morgen noch Oldtimer fahren wollen, müssen wir sie jetzt zum geschützten Kulturgut machen», sagte FIVA-Präsident Horst Brüning. Wie man das aber in der Praxis anstellt, kann auch er nicht so einfach aus dem Ärmel schütteln. Und ob die Charta von Turin in ihrer derzeitigen Entwurfsfassung dazu ausreicht, bleibt fraglich. Mitteilung der FIVA von Ende März 2011: «Wenn wir morgen noch Oldtimer fahren wollen, müssen wir sie jetzt zum geschützten Kulturgut machen», so ...