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... ohne Namen Weniger fantasievoll als das Design waren die Modellbezeichnungen. 1300 und 1500 entsprach wie bei Fiat üblich dem Hubraum, auf einen Modellnamen wurde verzichtet. Das galt auch für den ab 1963 erhältlichen 1500 L, eine ursprünglich als Taxi geplante Version des grösseren Sechszylindermodells 1800/2100, die mit dem Vierzylindermotor des 1500 ausgestattet wurde. Vielleicht liegt es an dieser Fiattypischen Modellverwirrung, dass sich heute kaum mehr jemand an die ehemals weitverbreiteten Millecinquecento erinnert. Vielleicht ist auch der Rost schuld, der die eleganten Turiner innerhalb kurzer Zeit dahinraffte. Jedenfalls ist Elsbeth Bärs Berlina heute eine Rarität. Entsprechend sind die Reaktionen der Passanten, und die humorvolle Fiat-Fahrerin lernt oft interessante Menschen kennen, wenn sie unterwegs ist. Nur wenn Eis die Strassen unsicher und Salz die Kotflügel rostig macht, bleibt der Südländer in der warmen Garage. Dann nimmt seine Besitzerin den Zug. Neuzeitliche Automobile interessieren sie nicht. Dolce Vita in Bern Wenn aber an einem lauen Spätsommernachmittag in der unteren Altstadt von Bern der Duft von Salami und reifen Melonen aus den italienischen Geschäften in die Gassen strömt und Elsbeth Bär mit ihrem Fiat 1500 temperamentvoll über den Pflasterstein kurvt, dann wir die Kramgasse zur Via Veneto, und man fühlt sich ...