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... Aurelia Als Vincenzo Lancia 1937 verstarb, übernahm seine Witwe Adele die Leitung des Unternehmens. Bereits während der Kriegsjahre, vor allem aber 1948/49, arbeitete die Entwicklungsabteilung, insbesondere Ingenieur Francesco de Virgilio und Vittorio Jano, an einem neuen Automobil, dem Projekt Aurelia, benannt nach der alten Römerstrasse. In typischer Lancia-Manier begnügte man sich aber nicht damit, die vorhandenen erfolgreichen Modelle zu verjüngen, sondern verschrieb sich einem ganz neuen Konzept für einen leistungsfähigen mittelgrossen Reisewagen. Herzstück sollte ein bisher von keiner Marke in Serien gebauter V6-Motor aus Leichtmetall mit vorerst 1754 ccm werden. Alle Räder wurden unabhängig aufgehängt, vorne mit der bewährten Lancia- Teleskop-Konstruktion, hinten mit Schräglenkerachse und Spiralfedern. Das Vierganggetriebe wurde zur optimalen Gewichtsverteilung im Transaxle-Prinzip mit dem Differential verblockt und natürlich kam eine selbsttragende Carrosserie zum Einsatz. Die Lancia Aurelia stand erstmals 1950 am Salon von Turin im Scheinwerferlicht. Die pfostenlose viertürige Berlina B10 sah ganz gut aus, ohne jedoch für grosse Aufregung zu sorgen. Schliesslich war man sich in Italien allerhand an Spezialcarrosserien gewohnt. Unter dem schlichten Kleid verbargen sich allerdings die besagten technischen Leckerbissen. Es sollte noch viele ...