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... | AURELIA SwissClassics Nr. 26 | 02.201030 V incenzo Lancia (*1881) war schon als junger Mann vom Automobil begeistert. Als Fiat-Werksfahrer war er zu Beginn des 20. Jahrhunderts an vielen Rennen in Italien und im Ausland erfolgreich. Ende 1906 gründete er seine eigene Firma in Turin. Die allerersten Modelle waren recht konventionell. Dank vorzüglicher Qualität konnten sie in beachtlicher Anzahl verkauft werden. 1915 liess Vincenzo Lancia einen V-Motor patentieren. V12-Versuchsmotoren für Luxusautomobile und Flugzeuge wurden konstruiert, gingen allerdings nicht in Produktion. 1922 folgte der grosse Durchbruch mit dem legendären Lambda. Dieses Modell erhielt einen V4-OHC- Motor mit einem Gabelwinkel von lediglich 13 Grad, unabhängiger Vorderrad aufhängung und der ingeniösen Frühform einer selbsttragenden Carrosserie. In mehreren Serien wurden bis 1930 etwa 13 500 Lambda ausgeliefert. Als noblen Luxuswagen gab es daneben einige Jahre den Trikappa mit V8-Motor. Mit diesen der Zeit vorauseilenden technischen Meisterwerken bewiesen Vincenzo Lancia und seine Ingenieure, dass auch ungewöhnliche, eigenständige Konstruktionen erfolgreich sein konnten. In der Folge gab es bis in die 1970er-Jahre keine Lancia-Modelle mehr, die sich nicht deutlich vom Mainstream unterschieden. Meistens führten die raffinierten Konstruktionen zu etwas höheren Preisen als ...