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... wie bisher die Pferdewagen. Die Chassis wurden in der Regel mit Kühler, Motorhaube, oft vorderen Kotflügeln und Spritzwand mit bestücktem Armaturenbrett angeliefert. Die Überführung erfolgte entweder per Bahn oder, vor allem von den einheimischen Firmen, per eigene Achse. Dem Kunden wurden die verschiedenen Carrosserie-Modelle mit Zeichungen 1:10 mittels eines Musterbuchs vorgeschlagen. Für die Ausführung erstellte man anschliessend Detailzeichnungen im Massstab 1:1. Stellmacher oder Wagner stellten nun alle erforderlichen Holzteile aus gut gelagertem Eschenholz her und bauten diese zum Gerüst für den Aufbau zusammen. Die Carrosseriespengler fertigten die ebenfalls den Zeichnungen entsprechend zugeschnittenen Blechteile und montierten die in die Form gebogenen und gehämmerten Bleche aus Stahl oder Aluminium auf den Rahmen. Von Sattlern wurden die Polsterungen, Innenverkleidungen und Verdecke hergestellt und eingebaut. Die von auswärts bezogenen Beschläge, Scheinwerfer, Lampen, Seitenscheiben usw. wurden montiert. In der Malerei erhielten die fertigen Carrosserien mehrere Anstriche und nach wiederholtem Schleifen zuletzt die Politur, welche dem Wagen den makellosen Hochglanz verlieh. Das Automobil diente noch weitgehend dem Nutzen und Vergnügen der Wohlhabenden. Für Reisen wurden offene Tourenwagen bevorzugt, die ein aufspannbares ...