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... GLANZ IST WEG 117www.swissclassics.com SwissClassics einer Schweizer Marke begann, stellten wir beide fest, dass es mehr berühmte Fahrzeuge mit nicht ganz astreinem Stammbaum gab, als wir zuerst meinten. Die verhudelten, diejenigen mit den Kratzern und Beulen, die waren plusminus echt, der Motor mit Steinschlagspuren, mit dem matten Nickeldeckel selten ein Problem. Anders jedoch die Fahrzeuge mit Glanz – denn manchmal war der mehr Wunsch des heutigen Besitzers als historische Tatsache. Bei den damals schmalen Einkommen waren «Luxusmodelle» eben Luxus. Die normalen Modelle waren schwarz lackiert, man gab die so gesparten Franken besser für ein sinnvolles Zubehör oder eine Ferienfahrt aus. Man brauchte lieber den zuverlässigen, sanften seitenoder gegengesteuerten Motor als die hoch verdichtete «Sportversion», die merklich stärker vibrierte und viel Benzin soff. Wenn man heute einen Motorrad-Oldtimeranlass besucht, steht der Anteil der Luxusmodelle zu den Alltagsausführungen wohl im Verhältnis 2:1. Das ist erstaunlich, aber gut zu verstehen: Bei den heutigen Preisen fällt die Verchromung kaum ins Gewicht. Lackiert wird nach einer Prospektabbildung, bei der man die Farben frei erfinden kann, da die Abbildung eh nur schwarzweiss vorliegt. Und bei den Motoren wird getauscht. So bekommen wir alle unseren «Originalzustand», den anzuzweifeln laut Verfassung der Clubs ...