Wichtig: Der Text wurde automatisch aus dem PDF extrahiert, weshalb Schreibfehler durchaus vorkommen können.
... Erfolg: Beltoises zweiter Platz hinter Stewart bedeutete für die Franzosen zweifellos eine freudige Überraschung. Mit der Entwicklung des Zwölfzylinder-Triebwerkes vollzog Matra den Schritt von der Fahr gestell-Werkstätte zum echten Produzenten. Bislang hatte man ja nur Formel-3- und Formel-2- Fahrgestelle erzeugt und diese mit englischen Motoren ausgerüstet. Es ist jedoch klar, daß dieser Übergang zum Motoren-Hersteller ohne staatliche Finanzhilfe nicht möglich gewesen wäre. Die französische Regierung zeigte sich jedoch ausgesprochen automobilsportfreundlich und mit einer Garantie von sechs Mio neuen Franken nicht gerade kleinlich. Die Techniker von Matra konnten also ohne Rücksicht auf finanzielle Engpässe unbeschwert an die Arbeit gehen, und bereits zu Beginn des neuen Jahres lief der Zwölfzylinder-Motor erfolgreich auf dem Prüfstand. Daneben entwickelte man ein Fahrgestell, das ähnlich wie die bisher gebauten Formel 2 und 3 in Monocoque-Bauweise erstellt wurde. Im Frühjahr fanden auf dem Bugatti-Kurs in Le Mans die ersten Testfahrten statt, und beim Großen Preis von Monaco erfolgte das Debut. Leider endete der erste Einsatz der «voiture bleue» mit einem Ausrutscher Beltoises vorzeitig, und auch im folgenden Großen Preis von Belgien spielte Jean-Pierre keine besondere Rolle. Durch die Streikwelle in Frankreich war man mit den Arbeiten etwas ins Hintertreffen geraten, ...