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... ist der Aufgabe mehr als gewachsen. Das moderne Bremssystem mit ABS erlaubt es, auf den Geraden voll aufs Gas zu steigen und dann den Anker zu werfen und das Auto sich auf die kurvenäußeren Räder lehnen zu lassen. Dann kann man auch schon wieder Gas geben, weil die Automatik in Sekundenbruchteilen den richtigen Gang wählt. Es dauert einige Kilometer, bis sich das Hirn darauf kalibriert hat, dass hier die Geschwindigkeit eines modernen Sportwagens von einem gefühlt übermotorisierten 1960er-Klassiker produziert wird. Doch die Fahrzeugdynamik ist der Leistung mehr als gewachsen und schon bald ist es der persönliche Mut, der hier auf dem Prüfstand steht. Nun ist das größere Cabrio dran und nach dem scharfen SL fühlt es sich etwas klobig an. Doch es hat einen V8 mit noch ’ner Schippe mehr Drehmoment, kombiniert mit einer kürzeren Übersetzung. Entsprechend aggressiver erstürmt es den Berg. Wenn überhaupt, ist die Servolenkung noch präziser als die des SL. Vielleicht weil ich viel schneller fahre als in der leichteren Pagode. Das Cabrio ist schwerer, aber es geht mit dem Gewicht sehr souverän um. Dass ein Fullsize-Cabrio ein derartiges Handling und eine derartige Reaktionsfreudigkeit an den Tag legt, ist kaum nachvollziehbar. Man kann cruisen – oder mit einem beherzten Tritt aufs Gaspedal 300 Pferdchen die Sporen geben und den restlichen Verkehr ...